Second Line of Jazz in Februar

Das Interessante an M. ist sein Gesicht. Kein Gesicht, eine Persiflage von einem Gesicht, das in sich verkugelt, alles an ihm scheint rund, verkugelt, wenn dein Blick von oben heruntergleitet, gleich auch sein Bauch, er zieht für diesen Bauch unverteilhaft engsitzende Sachen an, dass seine Frau das nicht sieht … von oben bis unten, würde ich ihn charakterisieren müssen, es bleibt die Kugel, ebenso der T. eine Kugel war, und der mir heute Nacht im Schützengraben begegnete, zielte mit seinem Kugelgesicht auf mich, das war der, über den ich gern einen Agententhriller schreiben würde. Habe mir überlegt, die Presse aufzusuchen. Aber vielleicht macht man vorher ein Agentenspiel bei Ravensburg daraus, damit noch ein bisschen was abfällt, allerdings mit echten Kugeln, würde ich vorschlagen. Übrigens, ja doch, was soll ich über eure Musik noch schreiben, wollt ja schon gesiezt werden, außerdem geht ihr damit allen möglichen Leuten auf den Geist, ich höre ja immer nur so Sachen wie, ach nee, bitte nicht oder kannst du das mal leiser drehen, das ist ja Julian Musik. Abschätziges also. Mach mich zum Depp. Vonwegen Dudel Nudel und wer das Saxophon erfunden hat, sollte sich das nochmal überlegen. Ja, der Erfinder des Saxophon, dreimal darfst du raten, kommt nicht aus … sondern, richtig, aus Belgien und hieß Adolphe Sax – gibt auch eine Hommage an diese Maschine – so, Schluss für heute, bin mit Gestern noch nicht durch. Die Tage laufen mir davon. Glaub mir. Ich weiß, deine Tage sind schlimmer.

Wer an die frische Luft will. [Versprochen waren uns Schneeverwehungen, jetzt ist es Blitzeis geworden – das Wetter hält sich nicht an seine Skandalberichterstattung] Hier das beachtliche Schubert-Werk. Schuberts Sonate B-Dur – unverwechselbar gespielt von Mitsuko Uchida – mal Ruhen.